Head Greenkeeper dankt den Golfern für ihre Unterstützung

«Im Herbst ist die Pflege der Golfanlagen stets eine sehr grosse Herausforderung», betont Head Greenkeeper Urs Gehrig. Er dankt den Golferinnen und Golfern für die schonende Benutzung der Anlagen und das Einhalten der Etikette.


«Wir haben zurzeit einen intensiven Spielbetrieb wie im Sommer. Man spürt, dass die Golfspielerinnen und -spieler nicht im Ausland in den Ferien sind», hält Urs Gehrig fest. Dass die Golfanlagen in Meggen sehr gut frequentiert werden, ist natürlich höchst erfreulich. Gleichzeitig muss aber festgehalten werden, dass damit auch grosse Herausforderungen hinsichtlich der Platzpflege verbunden sind.


Vom Head Greenkeeper wollten wir wissen, welches aktuell die grössten Herausforderungen sind.

Urs Gehrig: Das Hauptproblem besteht darin, dass die Natur jetzt nicht mehr im gleichen Stil mitmacht wie im Frühling und im Sommer. Im Gegensatz zur Vegetationsperiode April bis Oktober besteht in der Winterzeit kein Wachstum. Das heisst, dass die Natur Devots, Pitchmarks und Trittschäden nicht mehr selber reparieren kann. Die Sonne trocknet zwar den Boden. Trotzdem bleibt der Boden aufgrund zu wenig Wärme zu feucht. Und Feuchtigkeit schadet dem Platz. Dazu kommen noch die Würmer, welche im Spätherbst tätig sind und den klebrigen Wurmdreck an die Rasenoberfläche stossen. Dies ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn die Würmer lockern und durchlüften den Boden. Der klebrige Dreck klebt aber an den Schuhen, am Ball und an den Rädern der Caddies.


Was passiert, wenn das Wetter weiterhin so golffreundlich bleibt und der Spielbetrieb damit nicht abnimmt?

Urs Gehrig: Wir müssen uns überlegen, ob eventuell die Golfbags getragen und das Spielzeitangebot eingeschränkt werden müssen, um die Anlagen schonen zu können. Ausserdem wäre bei einigen Spielerinnen und Spielern eine bessere Etikette wünschbar.


Wie meinen Sie das? Und wie können die Golferinnen und Golfer helfen?

Urs Gehrig: Bezüglich Einhaltung der Etikette sollte es eigentlich für jedermann selbstverständlich sein, Devots zurückzulegen und anzudrücken sowie Pitchmarks fachgerecht ausbessern. Mit dem Golf-Trag-Bag sollte nicht unnötig über die Greens gelaufen werden. Dies erzeugt einen erhöhten Bodendruck, welcher den Greens schadet. Zudem bitten wir die Golferinnen und Golfern, die vom Wurmdreck verschmutzten Schuhe und Caddieräder nicht auf den Vorgreens oder Greens zu reinigen. Wir danken allen Golferinnen und Golfern für die schonende Benutzung der Golfanlagen, damit wir im nächsten Frühjahr mit einer intakten Infrastruktur in die neue Saison starten können.

Head Greenkeeper Urs Gehrig: «Herzlichen Dank allen Golferinnen und Golfern für die schonende Benutzung der Golfanlagen.»